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Die Ehe

        des

    Herrn

BOLWIESER

Theaterfilm / Landestheater Niederbayern

REGIE STEFAN TILCH / WOLFGANG MARIA BAUER  KAMERA FLORIAN RÖDL  AUSSTATTUNG UND GRAFIKEN AYLIN KAIP  MUSIK STEFAN LEIBOLD

MIT
FLORIAN GERTEIS / MARINA LÖTSCHERT / PATRICK RUPAR - MAX ROENNEBERG / ELIF ESMEN - CHRISTINA JUNG / GERALD FIEDLER / JULIUS KUHN

STILLS aus dem Film / Kamera:Florian Rödl

nach Oskar Maria Graf

Inhalt:

DORFGESCHICHTEN Eine bayerische Kleinstadt Ende der 1920er Jahre. Der Herr Bahnhofsvorstand Xaver Bolwieser genießt sein kleinbürgerliches Leben. Vor den Eskapaden seiner Frau Hanni, die zunächst eine Affäre mit einem ehemaligen Schulkameraden, dann mit dem Frisör des Städtchens beginnt, verschließt er lange die Augen. Auch vor Gericht beschwört er die Treue seiner Frau, wird dann aber wegen Falschaussage unter Eid zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Nach der Entlassung steht er vor dem Scherbenhaufen seines Lebens.

 

THEATERFILM Wie allgemein bekannt, ruhte auch während der Theaterschließungen 2020/2021 die Arbeit am Landestheater nicht: Sämtliche Produktionen wurden wie vorgesehen erarbeitet und anschließend über unsere Mediathek zur Verfügung gestellt. Für Die Ehe des Herrn Bolwieser nach dem wundervollen Roman von Oskar Maria Graf wurde ein anderer Weg gewählt: Die Produktion wurde ab Tag eins als echter Filmdreh konzipiert. Entstanden ist nach kurzer, aber intensiver Drehzeit und sehr zeitaufwändiger Postproduktion ein veritabler Spielfilm, den wir voller Stolz in dieser Spielzeit als ganz eigene neue Kunstform präsentieren: ein Theaterspielfilm, der seinen Ursprung als Bühnenstück zu keinem Zeitpunkt verleugnet und dabei eine ganz eigene Ästhetik kreiert.

 

KEIN HEIMATDICHTER Oskar Maria Graf wurde 1894 als neuntes von elf Kindern im elterlichen Bäckerhaus in Berg am Starnberger See geboren. Nach einer Lehre als Bäcker suchte er in München Kontakt zu den Schwabinger Bohème-Kreisen. Seine ersten literarischen Arbeiten, die er völlig autodidaktisch produzierte, waren expressionistische Gedichte und Aphorismen. Mit der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten ging Graf ins Exil: zunächst nach Wien und Brünn, 1938 dann nach New York, wo er 1967 auch verstarb. Oft als bayerischer Heimatschriftsteller unterschätzt, legte Graf mit seinem literarischen Werk eine scharfe Gesellschaftsanalyse vor; insbesondere setzte er sich in seinem 1936 erschienenen Roman Der Abgrund kritisch mit dem Faschismus auseinander.

Pressestimmen: